Bericht zum Historischen Markttreiben zu Meersburg vom 19. - 21.10. 2007

von Pit Dietrich 

 

Zeitreise ins Mittelalter vom 19.- 21.10 2007

 

Es war der 20. Oktober anno 2007, als ich kurz nach der 13. Tagesstunde die Reise ins Mittelalter am historischen Markttreiben zu Meersburg antrat.

 

Schon kurz nach dem Betreten des Marktgeländes wurde man regelrecht ins Mittelalter zurückversetzt. Offenes Feuer knisterte und hinterließ seinen eigenen Geruch an Kleidung und in der Nase. In den engen Nebengassen zu Meersburg priesen Händler aller Art ihre Waren an. Gaukler, die den Kindern den Umgang mit “ Pois “ (ein mittelalterliches akrobatisch Gerät an Schnüren, welches man umherschwingen,und das sowohl mit und ohne Feuer betrieben werden kann), zeigten jenen den Reiz selbiger.

Eddelleute, Ritter, Söldner, ja sogar ein Bettler von gar üblem Aussehen kreuzte meinen Weg, als ich mit staunenden Augen durch die links und rechts von Markt- und Handwerksständen gefüllte Gasse schritt.

 

Am “ Marktplatz” angekommen, ließ mich eine am Spieße sich drehende, gegrillte Sau erst mal kurzfristig das Wasser im Maule zusammenlaufen. Ich konnte mich aber überwinden und ihrem verlockenden Geruche widerstehen. Einzusehen war, es sei kein Fehler, denn zur Völlerei gab es dort die verschiedensten Möglichkeiten. So sei es ein Muselmanengesöff, das diese da ” KaffE “ nannten; oder eine leckere Fallaffel, über wilden Kartoffeln, Flammkuchen, altertümliche Rezepte von Schupfnudeln, Naschwerk, bis hin zu einer gebratenen Wurst.

 

Nach etlichem Umherschreiten, und einigen konterfeiten Antlitzen, sah ich mal hier mal da das eine oder andere Spektakel. So sorgte ein Hütchenspieler für manche herabfallende Kinnlade, ein junger Künstler bemalte mit viel Müh und Geschick die Gesichter von Bälgern und sogar Halbwüchsigen. Auch wurde die mittelalterliche Arznei von einem Medicus angepriesen, (mir deuchte, er hatte sich selbst so betitelt).

Des weiteren legten sich zwei Assasinen mit einem wilden Recken an, doch dieser durchschaute gar schnell die List der Meuchlerinnen und stellte diese schnellstens bloß.

 

Auf der extra eingerichteten historischen Bühne wurde zur ungefähren vierten Stunde ein Teil des Schauspieles “ Der Rebell vom Bodensee “ aufgeführt, der Rest dieses Spektakels wurde dann am See selbst vorgetragen, wobei ich aber zu faul war mich dorthin zu begeben, da meine Beine lahm waren und mein Geist sich eher darauf eigestellt hatte, den weltlichen Vorlieben zu frönen und ich mir darauf ganz schnell einen “ Kaff E “ gönnte.

 

Aber dafür konnte ich dann den Einzug aller Akteuere auf dem Marktplatz beäugen, was mit eigenem Augenscheine ein gar selten Schauspiel war, desweilen ich sogar vergaß, meinen magischen Antlitzbehälter einzuschalten........

Nach, und auch bestimmt vor jenem Schauspiel, sorgten Duo Obscurum mit Sackpfeife und Bodum für Gelächter, ein Zauberer begeisterte Groß und Klein mit seinen Kunststücken und man durfte auch manch alten Tänzen beiwohnen. Zwei Barden sangen manch lustig und auch mal nachdenklichen Schwank. ( Anbei zu bemerken wäre, das sich einige Jugendliche über die mittelalterlichen Tänze belustigt fühlten ! ) Meinen selbige nicht , daß es ihnen in ferner Zukunft nicht selbst so widerfahren könnte ! ( Persönliche Meinung des Red.)

Fuselfixens Gemüsetheater und die Falkenschau auf der Minibühne waren auch gar schön und recht amüsant , sie sich anzusehen.

 

Zum Abschluss wurden zur 21. Stunde des Tages alle Akteure noch mal zusammengerufen um ein kurzes Sammelsurium ihrer Werke zu präsentieren. Zu meiner, und auch der Geduldsprobe aller Besucher, verzögerte sich dieses jedoch um mindestens eine Stund, da ja jeder noch für Zugaben und sonstiges sorgen musste. Aber so manch Heißgetränkanbieter war dieser Zeit ausgelastet, denn es war bitterkalt!!!

 

Abschließend sollte ich noch erwähnen, daß nach der Präsentation der verschiedenen Künstler noch eine Feuershow besonderer Art geboten wurde. Die Vertriebenen sorgten für gar manches “ Aaaaaaahhhh “ und “ Ohhhhhhhhhhh ” aus dem Maule der Besucher, die bis zu dieser späten Stunde noch gewartet haben, um deren spektakulären Feuerspielereien beizuwohnen, was kein Fehler war.

 

Alles in Allem befinde ich: Diesem, für einen mittelalterlichen Markte, der sich in seinem Obolus in den unteren Grenzen verhält, was hoffentlich im nächsten Jahre zu noch mehr Besuchern verleitet, sei mein persönlicher Jubel kundgetan. Leider konnte ich gerade selbigem, meiner Meinung nach schönem und sehenswertem Markte nur am Samstag beiwohnen.

 

So gehabt Euch wohl.

P.Dietrich

 


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