online proofreading test Bericht zu den Ritterfestspielen Scherneck 2008

von Hendrik Luhberger

 

go here Ritterfestspiele Scherneck - Auf der Suche nach dem magischen Amulett

Die Wochenenden vom 13. - 29. Juni 2008 standen für das Gelände rund um das Schloss Scherneck in der Nähe von Augsburg ganz im Zeichen des Mittelalters. Händler, Akteure, Künstler und natürlich Gäste von Nah und Fern kamen angereist, um dem Spektakel um die Suche nach dem magischen Amulett beizuwohnen. Schaukampf, Gaukler, Marktstände und Lagerleben wurden den Besuchern auf dem ganzen Gelände geboten und sorgten für die nötige Kurzweil. Für die musikalische Unterhaltung haben Ragnaroek und Murkeley bestens gesorgt. Den begeisterten Zuschauern wurde bereits am Nachmittag mit rhythmischen Melodien aus der Sackpfeife ordentlich eingeheizt.

 

Um 20.30 Uhr ging es dann endlich los: Das Theaterstück "Das Amulett" wurde von geschätzten 100 Darstellern, wobei eine Gruppe sogar extra aus Frankreich anreiste, in der großen Turnierarena dem neugierigen Publikum vorgestellt. Im Gegensatz zu "normalen" Ritterturnieren haben sich die Veranstalter wirklich etwas einfallen lassen. Die Geschichte beginnt mit einer jungen Frau hoch zu Ross, die auf einen armen Landstreicher trifft, der ihr ein Amulett verkaufen will. Als sie skeptisch zögert, beginnt er zu erzählen: Die Geschichte vom verlorenen Königskind und seiner Rettung und Wiederkehr durch das magische Amulett, das es kurz nach seiner Geburt von einem weisen Zauberer erhält, wie des Königs ganzes Gefolge sich auf die Suche nach dem Säugling macht und nach Monaten erfolgloser Suche erschöpft heimkehrt, ohne jede Spur des vermissten Kindes. Unterbrochen wurden die Szenen des Erzählers mit bewegenden Auftritten des Königs und seiner Frau, dem gesamten Hofstaat, Tänzern und Tänzerinnen, Akrobaten, Fahnenschwingern und sogar einem Kameltross aus dem Orient. Als schließlich herauskommt, dass der Bruder des Königs das Kind entführt hat, damit er zum rechtmäßigen Thronfolger wird, kommt es zur großen Schlacht, in der das Gute gegen das Böse kämpft und sogar vor menschlichen Fackeln und Turmspringern nicht Halt gemacht wird. Die Geschichte zieht sich fort, ohne dass jemand um das Schicksal des Königskindes weiß und die Jahre ziehen ins Land. Schließlich beschließt die Königin, ein großes Ritterturnier zu veranstalten, um den tapfersten und kühnsten Reiter ausfindig zu machen, damit dieser sich auf die Suche begebe.

 

Höhepunkt des spektakulären Turniers ist der Sieg des weißen Ritters über den schwarzen, wobei sich herausstellt, dass der schwarze Reiter der böse Bruder des Königs ist, dem damals Gnade erwiesen wurde und der zurückgekehrt ist, um seinen Platz auf dem Thron einzufordern. Er hat jedoch nicht mit der Kühnheit des weißen Ritters gerechnet, der sich nach seinem Sieg als die verlorene Königstochter herausstellt. Mit Hilfe des Amuletts konnte sie als Baby von ihrem Widersacher nicht getötet werden und hat nun, nach langen Jahren, endlich Vergeltung üben können.

 

Die Veranstalter haben wirklich keine Kosten und Mühen gescheut, um dieses ritterliche Spektakel zu etwas ganz Besonderem werden zu lassen. Der Zuschauer wird in eine mittelalterliche Welt entführt, voller Zauber, Wunder und Helden. Atemberaubende Kostüme, sehr gute akustische Untermalung und explosive Pyrotechnik sprechen für die liebe- und anspruchsvolle Vorbereitung des Stücks. Ganz besonders seien an dieser Stelle noch die Stuntreiter erwähnt, die mit ihrer waghalsigen Vorführung dem Publikum kurzzeitig den Atem raubten und sicherlich zu den Highlights der Vorstellung gehört haben.

 

Alles in allem kann man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen. Da die Ritterfestspiele Scherneck zu den jüngeren Veranstaltungen in der Mittelalterszene gehören, waren auch sie vor typischen Kinderkrankheiten nicht gefeit, was sich jedoch sicherlich beim nächsten Mal bessern wird.

 

Wir jedenfalls haben keine Bedenken, dass sie bald ihren festen Platz unter den Mittelaltersüchtigen finden und freuen uns schon auf nächstes Jahr!

 


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