Jagd und Fischerei im Mittelalter

Die Ernährungsschiene der Menschheit im Mittelalter

Die Geschichte der Menschheit wird in ganz entscheidendem Maße von der Ausübung der Jagd begleitet. Über viele Jahrtausende hinweg stellt die Jagd und Fischerei die fast ausschließliche Ernährungsschiene der Menschheit dar. Erfolg oder Misserfolg entschied oft über das Weiterleben von Menschen oder eines Stammes. Darüber hinaus war die Jagd eine treffliche Schule für die körperliche Ertüchtigung und zur Kriegsführung. Letzteres gilt besonders für die Bewohner der europäischen Länder zur Zeit des Mittelalters. Von Julius Cäsar stammte der Ausspruch: »Vita omnis in venationibus atque in studiis rei militaris consistit.« Ihr ganzes Leben besteht aus der Jagd und den Übungen in der Kriegsführung. Hiermit meinte er die Stämme der Germanen.

 

Nach der Religionsausübung besaß die Jagd den höchsten Stellenwert. Das Jagen übte auf den mittelalterlichen Menschen eine besondere Faszination aus, die in den vielen ungeschriebenen Gesetzen, sowohl praktischer wie ethischer Natur, auch in der Jägersprache widererstrahlt. Nirgendwo prallen angeborene Urinstinkte, (Beutetrieb, Nahrungserwerb, Kulthandlungen) und überlieferter Ahnenkult so vehement aufeinander. Nicht umsonst versuchte die Kirche die Jagd auch unter ihre Fittiche zubekommen. Dies begann deutlich mit der Installierung des Heiligen Hubertus.

 

Um die Jagd und Fischerei zeitlich einzuordnen, beziehen wir uns speziell auf die Zeit 1400-1600. Es ist die Zeit des Kaisers Maximilian I. der nicht nur ein großer Staatsmann und Ritter, sondern auch ein begeisterter Jäger und Fischer war, der damals schon die Wichtigkeit der Hege erkannte. Die Eiweiß Versorgung der Bevölkerung wurde damals schwerpunktmäßig durch Fisch abgedeckt.

 

Mönche legten überall wo es möglich war Fischteiche an. Der Spiegelkarpfen ist ein Zuchtprodukt der damaligen Zeit. Der Kaiser ließ die damaligen Fischleeren Alpenseen mit Schwarzreutern (eine Urform der Saiblinge) besetzen und erließ umfassende Vorschriften zum Schutz der Gewässer und Wälder: So sollen die Fische nicht in ihrem Lauf gehindert werden, Wasserfälle und Mühlenwehre so gestaltet sein das die Fische ungehindert zum Laichen aufsteigen können. Wild darf nicht durch unnatürliche Sperren in seinem Zug gehindert werden. Hunde sind anzuketten oder es sind Knüppel an deren Beine zu binden. Er führte Schonzeiten für das Wild ein und erstellte eine funktionierende Forstwirtschaft mit Forst und Wildmeistern. Sägemehl, Abwässer von Gerbereien etc. durften nicht ins Wasser gelangen.(Umweltschutz)

 

Die wichtigsten Beschäftigungen eines Ritters waren der Umgang mit Waffen, die Kampfausbildung und die Jagd. Die höfischen Sitten und Lehren kamen erst an letzter Stelle. Schon als Junge erlernte er die Technik der Jagd von seinem Vater oder Lehrherrn. Als Knappe durfte er als Lanzenträger zum ersten Mal an der Jagd teilnehmen. Hierbei begleitete er den Ritter zu Fuß. Die war oft sehr anstrengend um mit der berittenen Jagdgesellschaft Schritt zu halten. Das Wild wurde in der Regel durch aufgestellte Treiber in eine bestimmte Richtung getrieben. Dort wurde es von Jäger abgefangen das heißt mit Lanzen, Armbrust oder Bogen getötet. Den Gamsen wurde nachgeklettert bis sie nicht mehr weiter konnten, dann wurden diese mit bis zu 6 Meter langen Lanzen aus der Wand gestoßen. Bei dieser Tätigkeit wäre Kaiser Maximilian in der Martinswand beinahe ums Leben gekommen.

 

Hochwild wie Hirsche, Gamsen, Bären oder Sauen durften meistens nur von den Landesherren erlegt werden. Die Hirsche wurden meist mit dem Jagdschwert abgefangen. Während für Sauen und Bär die sogenannte Saufeder verwendet wurde. Kleintiere wie Hasen, Füchse, Flugwild wurden mit Armbrust und Kugelschnäpper geschossen (eine Armbrust zum verschießen von Ton bzw. Bleikugeln). Die Bolzen waren für die Jagd auf Kleinwild bei den Armbrüsten mit flachen Tellern versehen. Weiterhin kamen auch allerlei Fanggeräte zum Einsatz. Einen sehr hohen Stellenwert besaß die Beizjagd.

 

Maximilian Huttenloher

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